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EU Schulprojekttag mit MdEP Ferber in Illertissen

Markus Ferber

Markus Ferber (MdEP) in Diskussion mit den Schülern

Sabine Meigel, Markus Ferber, Marita Keiser

v.l.n.r.: Manfred Schöpplein (Schulleiter), Marita Kaiser (Bürgermeisterin), Markus Ferber, Sabine Meigel (Europakoordiatorin Regionalverband)

(13.03.2009)

Im Rahmen des EU-Projekttages an Schulen fand am13.03.09 im Kolleg der Schulbrüder in Illertissen eine zweistündige Diskussionsveranstaltung der Kollegstufenschüler mit dem Europaabgeordneten Markus Ferber statt. Auf Initiative der Europakoordinatorin des Regionalverbandes, Frau Meigel, stellte sich der einzige Europaabgeordnete aus Schwaben, Markus Ferber, am 13. März den breit gefächerten Fragen der Schüler.

Der EU-Projekttag - eine Initiative von Bundeskanzlerin Merkel

Der EU-Projekttag geht zurück auf eine Initiative von Bundeskanzlerin Angela Merkel und fand erstmals 2007 während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft statt. Abgeordnete des Deutschen Bundestages, des Europäischen Parlaments, der Landtage und die Ministerpräsidenten der Bundesländer besuchen an diesem Tag Schulen in ganz Deutschland. Sie sprechen mit Jugendlichen über die Europäische Union, ihre Vorteile für Deutschland sowie aktuelle europapolitische Themen.

Markus Ferber, der seit 1992 die Interessen der Region in Brüssel vertritt, vermochte den Schülern Europa auf humorvolle Weise ein Stück vertrauter zu machen. Er zeigte an verschiedenen Beispielen auf, daß grenzüberschreitende Probleme der europäischen Länder nur gemeinsam gelöst werden können. Der einzige Europaabgeordnete (seit 1992) aus Schwaben verstand es sehr gut, das trockene, recht unbeliebte Thema „Europa“ in einer kurzen Einführung und dann im konkreten Eingehen auf Fragen verständlich und nachvollziehbar zu vermitteln. Eine streiflichtartige Aufzählung der Bereiche gemeinsamer europäischer Politik illustrierte  überzeugend, wie sehr nur gemeinsames Handeln der europäischen Länder grenzüberschreitende Probleme lösen kann. Sei es bei der Terrorismusbekämpfung, der Energieversorgung oder beim Verbraucherschutz. Eine vielleicht überraschende Erkenntnis war die Tatsache, dass so manches, was bei uns Europa oder „Brüssel“ in die Schuhe geschoben wird, in Wirklichkeit durch deutschen Perfektionismus noch komplizierter wird. Aber natürlich produziere Europa immer wieder Vorschriften, so Ferber, die mindestens Kopfschütteln auslösten.

Unterstützung fand Herr Ferber in Schulleiter Manfred Schöpplein und Frau Bügermeisterin Kaiser, die auch die Bedeutung Europas für die Zukunft der Abiturienten betonten.

Presseartikel vom 24.3.09 in der Illertisser Zeitung

Europawahl im Juni

Auch wenn es nur noch wenige Monate bis zur Europawahl sind, war davon nichts zu spüren, da der CSU Abgeordnete strikt neutral informierte und erst auf gezielte Nachfrage seine Partei nannte. Es war somit keine Wahlveranstaltung, sondern der gelungene Versuch, Interesse für Europa zu wecken. Ferber bezog klar Stellung – auch bei so kontroversen Themen wie der möglichen EU-Mitgliedschaft der Türkei. Derzeit erfülle dieses Land viele der Beitrittskriterien nicht. Er plädierte für eine privilegierte Partnerschaft wie sie auch mit der Schweiz besteht. Jene sei viel stärker in die EU integriert als es ihre Nichtmitgliedschft erkennen lasse.

Als Fazit der Veranstaltung konnte man als Reaktion der Schüler ein verbessertes Bewusstsein für die herausragende Bedeutung Europas erkennen. Für viele war Europa begreifbarer geworden.