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Regionale Biotopverbundplanung

In der traditionellen Kulturlandschaft kommen viele Biotoptypen in einer charakteristischen räumlichen Verzahnung und funktionellen Abhängigkeit voneinander vor. Auf solche Biotopkomplexe sind viele Tier- und Pflanzenarten zur Erfüllung all ihrer Lebensraumansprüche angewiesen. Durch die Zerlegung der Biotope in isolierte Einzelteile und eine durch Nutzungsintensivierung zunehmend „lebensfeindliche“ Umgebung gehen aber - neben den wichtigen Vernetzungsbeziehungen - auch diese gesamtlandschaftlichen ökologischen Zusammenhänge verloren.

Der Biotopverbund zielt darauf ab, funktionsfähige Verbundsysteme zu bewahren, wiederherzustellen oder zu entwickeln, um die heimischen Arten und Artengemeinschaften und ihre Lebensräume zu sichern.

Im Rahmen der Gesamtfortschreibung des Regionalplans wurde das Planungsbüro für angewandten Umweltschutz PAN aus München mit der Erarbeitung einer Biotopverbundplanung für die Region Donau-Iller beauftragt, die 2011 fertiggestellt wurde. Die methodische Vorgehensweise ist in der folgenden Abbildung dargestellt:

Quellenangabe: Schematische Darstellung der Biotopverbundplanung in der Region Donau-Iller (PAN, 2011)

Zunächst wurde ein grenzübergreifender Datenbestand aus den Planungsgrundlagen von Bayern und Baden-Württemberg zusammengeführt, der als Basis für die Abgrenzung und Bewertung von Kern- und Entwicklungsflächen diente. In weiteren Planungsschritten wurden über die Abgrenzung von Kerngebieten und Verbundräumen letztendlich Schwerpunkträume für den Naturschutz abgegrenzt. Die Karte mit den Schwerpunkträumen für Naturschutz steht hier zum Download bereit.

Die Ergebnisse der Regionalen Biotopverbundplanung haben keine direkten Auswirkungen und sind nicht rechtsverbindlich. Sie fließen aber als Planungsgrundlage in mehrfacher Hinsicht in den Regionalplan ein. Die Daten dienen beispielsweise der Abgrenzung von Gebieten für Naturschutz und Landschaftspflege. Im Abgleich mit anderen Fachgutachten sind sie zudem eine Grundlage zur Festlegung von Regionalen Grünzügen und Trenngrün bzw. Grünzäsuren. Außerdem bilden die Ergebnisse eine wichtige Grundlage für den Umweltbericht zum Regionalplan.

Mit der Regionalen Biotopverbundplanung wurde eine weitreichende Fachgrundlage geschaffen, die auch andere Planungsebenen unterstützen kann. Die Geschäftsstelle des Regionalverbandes wird deshalb genauere Daten der Regionalen Biotopverbundplanung auf Anfrage gerne für Kommunen, Landkreise und Fachbehörden zur Verfügung stellen.

Eine ausführliche Darstellung der Methodik und der Ergebnisse bietet die Broschüre „Regionale Biotopverbundplanung“, die zum Download (Online-Version, 5.6 MB ) bereitsteht.

Gegen eine Schutzgebühr von 5 Euro kann der Bericht in gedruckter Form bei uns bestellt werden.

Letzte Änderung: 19.06.2012