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EU-Interreg IIIB-Projekt AlpFRail

Das Interreg IIIB-Projekt Alpine Freight Railway (AlpFRail) hatte eine Laufzeit von 2003 bis 2007 und hat sich zum Ziel gesetzt, den Schienengüterverkehr im Alpenraum länderübergreifend zu organisieren und mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Es war ein strategisches Pilotvorhaben von europäischer Bedeutung, das eine harmonisierte Verkehrspolitik im gesamten Alpenraum in den Mittelpunkt rückte. Das Projekt analysierte den alpenquerenden Güterverkehr und erarbeitete Vorschläge für ein gesamtes Schienenkonzept unter Einsatz neuer Technologien.

Ministerien, Landesregierungen, Provinzen, Regionen, Kammern und Verbände aus Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich und der Schweiz arbeiteten in dem mit vier Millionen Euro ausgestatteten EU-Projekt zusammen. Auch die DB Netz AG, der Hafen von Venedig und der Verband mittelständischer Transportunternehmen in Italien waren Partner im Projekt. Zahlreiche Beobachter, darunter Verwaltungen, Häfen und Ämter trugen zum Erfolg des richtungweisenden Vorhabens bei. Die Gesamtleitung lag beim Logistik-Kompetenz-Zentrum in Prien am Chiemsee.

Der Regionalverband Donau-Iller leitete im Projekt AlpFRail das Arbeitspaket 11 "Organisationsmodell und Evaluation der Pilotprojekte". Das Projekt AlpFRail hatte sich das grundlegende Ziel gesetzt, Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Dabei sollte es nicht nur bei theoretischen Konzepten und einer Studie bleiben, sondern Betriebskonzepte erarbeitet werden, die direkt an die Anforderungen der verladenden Industrie angepasst sind. Die Operateure und die Verlader der Region Donau-Iller können die Konzepte ohne großen Aufwand in die Realität umsetzen.

Den kompletten Endbericht zum Arbeitspaket 11 gibt es in den Sprachen Deutsch und Englisch zum Download:

Die weiteren Ergebnisse des Projekts AlpFRail und den Projektendbericht finden Sie auf der Seite www.alpfrail.com.

 

Pilotzug Ulm - Melzo

Im AlpFrail-Projekt wurde die Pilotrelation "DONILLO" entwickelt. Damit werden die beiden Wirtschaftsräume Ulm und Mailand verbunden. Der projektinterne Name „Donillo“ steht für Donau-Iller-Lombardei-Shuttle. Die beiden Bögen über dem Logo weisen auf das Projekt AlpFRail hin.

Der Regionalverband Donau-Iller hat die Grundlagen für mögliche Pilotrelationen aus den Quell- und Zielräumen Stuttgart/Ulm/Augsburg bis zum Bodensee und den oberitalienischen Wirtschaftsräumen Lombardei und Veneto analysiert. Hierbei zeigte sich in zahlreichen Gesprächen mit der verladenden Wirtschaft, dass das Güteraufkommen auf beiden Seiten der Alpen sehr hoch ist. Ein täglicher Shuttlezug Ulm – Mailand und zurück kann ohne Probleme ausgelastet werden. Für das Betriebskonzept Ulm – Mailand (Melzo) wurde ein passendes Angebot der beiden Betreiber Intercontainer (ICF) und Hannibal ausgearbeitet und befindet sich derzeit in Umsetzung.

Der in Basel ansässige europäische Operator für Kombinierte Verkehre Schiene/Strasse Intercontainer-Interfrigo SA Zug betreibt diesen Zug. Bei Interesse an der Verbindung Ulm - Mailand wenden Sie sich an den Ansprechpartner für die technische Abwicklung des Shuttles bei ICF:

Intercontainer-Interfrigo SA
Enrique Rivas
Key Account and Product Manager
Tel.: +41(0)61-278 23 39

enrique.rivas@icfonline.com

 

 

Containerzug Ulm - Mailand startet im April 2010

Seit 12. April 2010 verfügt die Region Donau-Iller über eine Direktverbindung im Containerschienenverkehr nach Mailand. Zunächst werden vom Containerbahnhof Ulm-Nord/Dornstadt zwei Abfahrten in der Woche angeboten, mittelfristig sind fünf Abfahrten geplant.

Der Schweizer Schienen-Operator Intercontainer-Interfrigo SA (ICF) hat der Öffentlichkeit am 13.04. ein neues Güterverkehrsprodukt präsentiert. Der Zug wird bis Mitte Juni zunächst zwei Mal in jeder Richtung zwischen dem Terminal Ulm-Nord/Dornstadt und Melzo/Mailand verkehren. Danach erfolgen drei Abfahrten pro Woche, bei entsprechender Auslastung sind bis zu fünf Abfahrten geplant. Der Containerzug, auf welchem neben allen Arten von Containern auch Wechselbrücken und Auflieger transportiert werden können, wird die Verbindung im Nachtsprung bedienen. Der Zug kann in Ulm bis 17.40 Uhr beladen werden, Bereitstellung in Melzo ist um 10.30 Uhr des folgenden Tages. Im östlich von Mailand gelegenen Melzo befindet sich ein großes Containerumschlaggelände, welches im Rahmen des ICF-Netzwerks auch Anschluss an die italienischen Häfen Genua, La Spezia und Ravenna bietet.

Weitere Informationen als Download:

Letzte Änderung: 21.04.2010