Sitemap Sitemap Suche Suche
Schwambergerstr. 35 • 89073 Ulm • Tel. 0731 - 17608-0 • Fax 0731 - 17608-33
Druckansicht

EU-Interreg IVB-Projekt TRANSITECTS

Der Regionalverband war Projektpartner im EU-Interreg-Projekt "Transalpine Transport Architects" (TRANSITECTS), das länderübergreifende Lösungen für den Alpen querenden Güterverkehr erarbeitet hat. Seit September 2012 ist das Projekt abgeschlossen.

An TRANSITECTS nahmen 16 Partner aus den Ländern Italien, Deutschland, Österreich und Slowenien teil. Das Finanzvolumen des Projekts betrug ca. 3,2 Mio. Euro, wovon 76 Prozent aus EU-EFRE-Mitteln kofinanziert wurden. Als Projektpartner stand der Region Donau-Iller ein Budget von ca. 708.000 Euro zur Verfügung. Das Projekt für die Region wurde zusätzlich vom Freistaat Bayern und dem Land Baden-Württemberg finanziell unterstützt. Die Projektarbeit dauerte von Juli 2009 bis September 2012. Die Gesamtleitung des Projekts wurde vom Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V. (Clearingstelle des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung) mit Sitz in Berlin übernommen.

www.transitects.org

Flyer zum Projekt TRANSITECTS

 

Projektziele

Das EU-Interreg IVB-Projekt Transalpine Transport Architects (TRANSITECTS) baut auf den Ergebnissen des Interreg IIIB-Projekts AlpFRail auf, an dem der Regionalverband Donau-Iller in wesentlichem Maße beteiligt war. Ziel des Projektes war es, durch transnationale Vernetzung eine Verlagerung des Alpen querenden Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene zu erreichen. Dazu wurden neue, innovative Güterverkehrsverbindungen erarbeitet, die bestehende Eisenbahninfrastruktur im Sinne einer erweiterten Nutzbarkeit optimiert sowie neue Ansatzpunkte für den Seeverkehr nach Ostasien gesucht. Durch die Zusammenarbeit mit weiteren EU-Projekten wie beispielsweise Sonora ("South-North-Axis") und Scandria ("Scandinavian-Adriatic Corridor for Growth and Innovation") wurde eine vernetzte Strategie für den Güterverkehr angestrebt.

Für das Gesamtprojekt wurde ein Endbericht in englischer Sprache erstellt, der unter www.transitects.org zum Download bereitsteht.

 

Mehrwert für die Region Donau-Iller

Ein gut funktionierender Gütertransport ist die Voraussetzung für die erfolgreiche Einbindung unserer Industrie in globale Beschaffungs- und Vertriebsstrukturen. Dies gilt insbesondere für unsere exportstarken Brachen Automobil- und Nutzfahrzeugbau, Maschinenbau, Elektroindustrie sowie Holz- und Papierindustrie. Die Region Donau-Iller verfügt über eine gute Lage im süddeutschen und europäischen Verkehrsnetz. Der in den letzten Jahren ausgebaute Verladebahnhof Ulm-Nord/Dornstadt bietet eine sehr gute Möglichkeit, mehr Gütertransport auf die Schiene zu verlagern. Dazu müssen die angebotenen Schienenrelationen der regionalen Güterverkehrsnachfrage angepasst werden. Durch das Projekt TRANSITECTS bietet sich die Chance, manche Direktverbindungen, die bisher nicht rentabel betreibbar waren, in bestehende Relationen einzugliedern oder die Frachten mit sog. Feederdiensten in geeignete Hubs weiterzuleiten.

Für Unternehmen und Speditionen aus der Region ist dies eine gute Möglichkeit, ihren Warenverkehr -auch geringere Mengen- auf die Schiene zu verlagern. Darüber hinaus kann das Projekt TRANSITECTS Argumente für den weiteren Ausbau der Schieneninfrastruktur der Region liefern. Letztlich profitiert die Region Donau-Iller auch von einem möglichen Rückgang des Straßengüterverkehrs und damit von Umweltentlastung und einer Reduzierung der externen LKW-Kosten (wie beispielsweise Unfälle, Lärm, Luftverschmutzung etc.). Der Regionalverband Donau-Iller leitete das Arbeitspaket 4 (unbegleiteter kombinierter Verkehr) und koordinierte die Abstimmung zwischen den beteiligten Projektpartnern.

Profil für eine UKV-Verbindung Ulm/Stuttgart - Lombardei/Ligurische Häfen

Der Regionalverband Donau-Iller war im Rahmen des Projekts TRANSITECTS insbesondere mit dem unbegleiteten und dem begleiteten kombinierten Verkehr befasst. In diesen beiden technischen Arbeitspaketen wurden neue Zugverbindungen über die Alpen analysiert.

Die Ergebnisse der inhaltlichen Arbeiten sind nachzulesen im Endbericht über die Aktivitäten des Regionalverbands Donau-Iller.

 

Interreg Kooperationsraum Alpenraum

Wirtschaftliche, soziale und räumliche Unterschiede abbauen und das Zusammenwachsen Europas fördern - das sind die Ziele europäischer Strukturpolitik. Im Rahmen der Programme zur Europäischen territorialen Zusammenarbeit (ETZ, INTERREG IV B) fördert die EU transnationale Projekte, die zum Abbau dieser Unterschiede beitragen. Das Hauptziel der transnationalen Kooperation ist die engere Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten in Themen mit strategischer Bedeutung.

In allen Programmräumen mit deutscher Beteiligung stehen zwischen 2007 und 2013 dabei die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität, der demographische Wandel, die Verbesserung des räumlichen Zugangs und der Erschließungsqualität, Umwelt, Klimawandel und Risikoprävention im Vordergrund.

Das Alpenraumprogramm 2007-2013 ist Teil der Europäischen territorialen Zusammenarbeit. Zusammen mit 13 anderen Programmen wird die transnationale Zusammenarbeit zwischen den europäischen Regionen intensiviert.

Übergeordnetes Programmziel im Alpenraum ist es, das Kooperationsgebiet durch gemeinsame Aktivitäten in jenen Bereichen attraktiver und wettbewerbsfähiger zu machen, in denen transnationale Kooperationen für nachhaltige Lösungen erforderlich sind.
(Textquelle: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung)

www.alpine-space.eu

Letzte Änderung: 14.01.2013