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Fachkapitel Gewinnung und Sicherung von Bodenschätzen der Gesamtfortschreibung des Regionalplans

Allgemeines

  • Die Region Donau-Iller verfügt über umfangreiche Rohstoffvorkommen wie z. B. die  Kiesvorkommen in den Flusstälern von Donau, Iller, Mindel, Günz und Riß. Oder die Kalk-und Mergelsteinvorkommen im Bereich der Schwäbischen Alb. Daneben sind auch hochwertige Quarzsande sowie Ziegeleirohstoffe (Tone und Lehme) vorhanden.
  • Damit mineralische Rohstoffe auch für zukünftige Generationen ausreichend zur Verfügung stehen, ist neben einem sparsamen und effizienten Umgang mit den Rohstoffen, die raumverträgliche Sicherung der geologischen Vorkommen notwendig. Oft kommen Mineralische Rohstoffe genau dort vor, wo ihre Nutzung mit erheblichen Auswirkungen auf den Menschen, die Umwelt und die Landschaft verbunden ist. Hier ist es die Aufgabe der Regionalplanung die unterschiedlichen Anforderungen an den Raum aufeinander abzustimmen und die jeweils auftretenden Konflikte auszugleichen.

Vorgehen

  • Vom Planungsausschuss des Regionalverbands Donau-Iller wurde 2015 beschlossen, die Fortschreibung des Fachkapitels Rohstoffsicherung parallel zur Gesamtfortschreibung des Regionalplans anzugehen. Bei der Fortschreibung des Fachkapitels werden zum einen potenzielle Rohstoffabbau- und Sicherungsflächen ermittelt und zum anderen der Rohstoffbedarf für den zukünftigen Planungszeitraum prognostiziert. Zudem werden alle potenziellen Rohstoffabbau- und Sicherungsflächen im Hinblick auf ihre Raumverträglichkeit bewertet und einer Strategischen Umweltprüfung unterzogen. Anhand dieser drei Bausteine kann eine Priorisierung und Abwägung von Vorschlägen für die künftigen Vorrang- und Vorbehaltsgebiete nach einheitlichen Kriterien für die gesamte Region erfolgen.


Schema zum planerischen Vorgehen
  • Im Jahr 2016 und bis Anfang des Jahre 2017 wurden in der gesamten Region Betriebserhebungen in den Abbauunternehmen und Gewinnungsstellen durch die geologischen Dienste der Länder durchgeführt. Diese sind nun abgeschlossen und die Ergebnisse werden ausgewertet. Einen ersten Überblick über den baden-württembergischen Teil der Region geben die LGRB-Nachrichten Nr. 2/2017 unter:
    http://www.lgrb-bw.de/download_pool/lgrbn_2017-02.pdf

Begriffe

  • Vorranggebiete für Rohstoffabbau (Bedarf für ca. 15-20 Jahre)

    In Vorranggebieten sind andere raumbedeutsame Nutzungen ausgeschlossen, soweit sie nicht mit dem Rohstoffabbau vereinbar sind. Die Ausweisung als Vorranggebiet ersetzt nicht das Genehmigungsverfahren.

  • Vorranggebiete für Rohstoffsicherung (Bedarf für ca. 15-20 Jahre)

    In Vorranggebieten sind andere raumbedeutsame Nutzungen ausgeschlossen, soweit sie nicht mit der Rohstoffsicherung vereinbar sind. Der Rohstoffabbau ist in diesen Gebieten erst möglich, wenn die Vorranggebiete für Rohstoffabbau erschöpft sind.

  • Ggf. zusätzlich Vorbehaltsgebiete für Rohstoffabbau bzw. -sicherung

    In Vorbehaltsgebieten kommt der Rohstoffgewinnung bei raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen ein besonderes Gewicht zu. In Vorbehaltsgebieten ist i. d. R. die Durchführung eines Raumordnungsverfahrens erforderlich.

  • Außerhalb von Vorrang- und Vorbehaltsgebieten ist ein raumbedeutsamer Rohstoffabbau i. d. R. nicht möglich.

Informationsmöglichkeiten

  • http://maps.lgrb-bw.de/: LGRB-Kartenviewer (umfangreicher Kartenviewer u.a. zu Rohstoffgeologie und Bohr-datenbank)
  • http://www.bis.bayern.de/: Bodeninformationssystem Bayern (Kartenviewer u.a. mit Informationen zu Geologie und Rohstoffen sowie Bohr- und Aufschlussdaten)

Letzte Änderung: 26.04.2017